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Medaille für besondere Verdienste

Quelle: St.Galler Tagblatt

Der Samariterverband St. Gallen und Fürstentum Liechtenstein tagte für die GV und ehrte verdiente Mitglieder 

Widnau. Die Delegierten genehmigten an der Generalversammlung alle statutarischen Geschäfte, trafen Ersatzwahlen und ehrten langjährige aktive Mitglieder mit 50 und mehr Jahren sowie Samariterlehrer mit 20-Jahr-Jubiläum.

Genau 150 stimmberechtigte Delegierte des Samariterverbandes St. Gallen und Fürstentum Liechtenstein und viele Gäste und zu ehrende Mitglieder versammelten sich im Metropol in Widnau und erledigten die Verbandsgeschäfte unter engagierter Leitung des Präsidenten Hansueli Geisser aus Oberriet. Der Widnauer Samariterverein mit Ursula Forrer als Präsidentin, zugleich Vorsitzende der Technischen Kommission des Verbandes, hatte die Versammlung sorgfältig vorbereitet, den Saal liebevoll geschmückt und den Service übernommen. Zur Eröffnung spielte die Musikgesellschaft Konkordia Widnau.

Geschäfte rasch erledigt 

Alle Verbandssektionen waren mit den Geschäftsunterlagen bedient worden, sodass auf die einzelnen Traktanden nicht näher einzutreten war und auch keine Wortbegehren gestellt wurden. Hansueli Geisser führte durch die Traktandenliste und begrüsste die Gäste. Er liess seinen Jahresbericht wie die Berichte der verschiedenen Kommissionen – Technische Kommission, Kommission für Vereinsleiter-Schulung, FSH-Kommission (Freiwillige Soziale Hilfe), Arbeitsgruppe Jugendarbeit und Gral (Gesundheit und Rettungswesen in besonderen Lagen) – genehmigen, traf eine Ersatzwahl in die GPK und bestimmte die Abgeordneten für den SSB. Selbst die Rechnungsgeschäfte mit Voranschlag, die Jahresbeiträge und Kursabgaben lösten keine Diskussion aus. Die nächstjährige Delegiertenversammlung wird in Gossau sein und ein Jahr später in Balzers.

«Du kannst anderen helfen, wenn du in deinen Gedanken, Worten und Taten grosszügig bist», hielt Hansueli Geisser in seiner Berichterstattung fest und fuhr weiter: «Statt Geld kannst Du Anerkennung, ermutigende Worte, Hoffnung, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Geduld, Verständnis, Toleranz, eine helfende Hand und Liebe verschenken.» Diese Worte nahm Regierungsrätin Heidi Hanselmann als Vorsteherin des Gesundheitsdepartementes in ihre Grussadresse auf, dankte für die uneigennützige und unbezahlte Freiwilligenarbeit. Man könne sich die Schweiz ohne die Leistungen der 38 000 Samariter nicht vorstellen, leisten sie doch in der Öffentlichkeit, bei vielen Veranstaltungen und für die Mitmenschen eine unersetzbare Hilfe.

Für Verdienste geehrt 

Für 50 und mehr Mitgliedsjahre in den örtlichen Samaritervereinen wurden Nelly Eigenmann und Dora Oesch, beide aus Uzwil und Umgebung, geehrt. Gar für 51 Jahre treue Mitgliedschaft ehrte Präsident Hansueli Geisser Bernhard Eckhart vom Samariterverein Widnau und Alois Gschwend vom Samariterverein Grub. Sieben Samariterlehrerinnen und -lehrer mit 20 Dienstjahren haben sich in besonderem Masse für ihre Aufgabe eingesetzt und wurden namentlich und mit Präsenz auf der Bühne geehrt. Mit dabei aus der Region Rheintal waren Julia Enz aus Diepoldsau, Elisabeth Metzler, Balgach, und Raphael Grandchamp mit Wohnsitz in Diepoldsau, zugleich Leiter der Kommission Jugendarbeit. Und für 30-jährigen Einsatz als Samariterlehrer erhielt Willy Wittenwiler eine besondere Auszeichnung.

Die Henry-Dunant-Medaille 

Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung der Henry-Dunant-Medaille mit Nadel durch Bernadette Bachmann, Zentralvorstandsmitglied, und Hansueli Geisser vom Samariterverband SG/FL. 44 Samariterinnen und Samariter aus dem ganzen Verbandsgebiet durften diese Ehrung empfangen. Die Ehrung soll Dank sein und zugleich Motivation für ein weiteres, uneingeschränktes Mitmachen im Samariterdienst, hielt Bernadette Bachmann in ihrer eindrücklichen Rede fest. Musikalisch wurden die Ehrungen mit einem Querflötenspiel von Deborah Kaiser aus Widnau unterstrichen.

Delegiertenversammlungen sind Anlass für die Pflege der Kontakte, der Gemeinschaft und der Gemütlichkeit. Dazu gehörte ein feines Essen aus der Freihof-Küche der Familie Maron, Widnau. Und nebst der Begrüssungsmusik durch die Konkordia Widnau zeigten Kunstturner vom Trainingszentrum Rheintal ihre turnerischen Künste, und die Kapelle Hotline aus Widnau spielte zum Tanze auf.